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Aroma & Aromatisieren

Aroma selber herstellen oder Aromatisieren?

Das ist die Frage die sich jeder selber beantworten muss. Es ist einfach frische und aromatische Aromen, also ätherische Öle und Pflanzenwasser selber herzustellen. Früher destillierte jede Brennerei nach eigenen Rezepten die Aromen und Geschmacksträger für Ihre Destillate, Spirituosen und Liköre. Apotheken destillierten wegen der Wirkkraft der Pflanzen, Parfumeure destillierten Düfte und Köche destillierten für Ihre Gerichte.

Das ist lange her. Heute bleibt uns kaum die Zeit zur Herstellung eigener Aromen. Wir kaufen fertige Nahrungsmittel und die Hersteller kaufen fertige Aromen in unterschiedlichen Qualitäten und aus unterschiedlicher Herkunft. Die Auswahl ist gigantisch. 

Kaufen wir Industrieprodukte, so können wir fast sicher sein das mit Aromen "getrickst" wurde. Nicht nur in der Spirituosenindustrie, auch in Lebensmitteln und bei den Düften in Parfumes und Kosmetik.

Oft hilft es die Inhaltsstoffe genau zu lesen. Es steht nur nicht überall dabei. Natürlich, naturidentisch oder künstlich? Wir empfehlen auf Qualität zu achten. Am besten aus ehrlichem Handwerk. Nachhaltig produziert und Bio. Das geht nicht immer, aber wir haben die Wahl. 

Warum überhaupt aromatisieren?

Wer reifes Obst direkt nach der Ernte verarbeitet und liebevoll zu Hause einmaischt und brennt, trocknet oder einkocht oder sonst irgendwie verarbeitet, wird meistens edle und hoch aromatische natürliche Ergebnisse erzielen. Je größer der Garten, desto größer kann die Vielfalt der natürlichen Aromen in den eigenen Lebensmitteln sein.

Neben dem großen Garten benötigen Sie dazu eine gehörige Portion Zeit und Liebe. Vor allem die Zeit ist heute oftmals sehr knapp. Wer verzuckert schon eigenes Getreide, maischt es mit selbst geröstetem Malz ein ein, brennt das Ganze zu einem klaren Schnaps, nur um es dann mit dem ätherischen Öle selbstgeernteter Wacholderbeeren und Kräuter zu aromatisieren?

Und wenn man keinen Garten hat?

Und was ist mit den vielen Menschen, die keinen Garten haben? Oder deren Lieblingsspeise ein besonderes Klima oder eine exotische Zutat erfordert? Mann muß verzichten oder zukaufen was man benötigt. Da fängt das an. 

Wussten Sie, dass industriell hergestellte Alkohole fast ausschließlich mit Essenzen aromatisiert werden? Nicht nur die offensichtlich künstlich hergestellten bunten Liköre, Schnäpse und Modegetränke. Selbst bei edle Whiskys und Brandys darf mit Zuckercoleur und diversen Hölzern an Farbe und Geschmack nachgeholfen werden.

Geheime Aromen & Zusätze

Viele Zusatzstoffe müssen nicht einmal deklariert werden! In nur wenigen Fällen stammt die güldene Farbe wirklich von der Fasslagerung oder der weiche Geschmack vom Alter. Getränken werden Aroma- und Farbstoffe beigegeben. Das beginnt bei Zucker und Zuckercouleur, geht über die Beigabe natürlicher Stoffe wie Walnussschalen, Holzspäne oder Saftkonzentrate und endet bei der vollen Palette der künstlich hergestellten Aromen. Im Lebensmittelbereich ist es noch schlimmer, hier wollen wir gar nicht wissen welche Unmengen an künstlichen Zutaten in den Fertigprodukten schlummern.

Alkohol neutral?

Wenn Sie in einer Brennereifachzeitschrift die Anzeigenseite aufschlagen, werden Sie feststellen, dass auch etablierte Brennereien fertige Maische und fertig gebrannten Alkohol aufkaufen. Alkohol jeder Art und bunt gemischt. Das ursprüngliche Aroma wird zunächst rausgebrannt, denn man kann jeden Alkohol geschmackneutral hochprozentig destillieren, dann werden die gewünschten Aromen zugegeben. Fertig sind Likör und Spirituose. In den gleichen Zeitschriften werden Aromen, Essenzen und Konzentrate angeboten.

Wenn Sie etwas ehrliches und naturreines trinken möchten, mit dem unverfälschtem Aroma eingemaischter Früchte, dann müssen Sie Ihrem Brenner vertrauen und tief in die eigene Tasche greifen oder doch im Geheimen selber brennen. Gleiches gilt in den anderen Bereichen.

Oder Sie aromatisieren selber!

Ätherische Öle: Sie können mit ätherischen Ölen (egal ob gekauft oder selbst destilliert) perfekt aromatisieren! Probieren Sie es aus. Geben Sie einfach einen Tropfen Minzöl in eine Tasse Pfefferminztee und lassen Sie sich überraschen. Oder ein lieber Tropfen Limette in den Salat. Ganz was Ihnen am besten schmeckt. Hier liegen tausende Möglichkeiten und neue Rezepte für Genießer. In der Küche, bei der Alkoholherstellung und natürlich in der Aromatherapie und Naturkosmetik.

Hydrolate: Hydrolate selber herzustellen ist ganz einfach. Natürlich sind sie nicht ganz so kräftig wie die ätherischen Öle, aber geben Sie doch einfach mal ein Kümmel- oder Wacholder Hydrolat über Ihr Kraut. Sprühen Sie doch etwas Dill oder Fenchel auf Ihr frisch geschnittenes Gemüse. Sie werden sehen: das ist sehr lecker. Und mit Rosenwasser wurde schon vor 1.000 Jahren gekocht.

Lebensmittelaromen: Wir bieten eine stattliche Auswahl an natürlichen Lebensmittelaromen an, die Sie sehr sparsam für überraschende und lustige Sachen benutzen können. Ein weißer Kakao? Kein Problem. Alkoholfreie Cocktails? Warum nicht? Lieblingsgeschmack in Sahne oder Quark? Ganz einfach. Verstärken von echten Aromen? Ein Tropfen genügt.

Essenzen: Darüberhinaus bleibt die Möglichkeit, wie es die Industrie auch tut, selbst mit fertigen Essenzen zu arbeiten! Wir bieten eine große Auswahl an verschiedenen Essenzen und Aromen an, damit Sie sich Ihr Lieblingsgetränk selber machen können. Das macht nicht nur Spaß, Sie können dabei auch noch sparen.

Angenommen, Sie setzen Zuckerwasser mit Turbohefe an. Nach 5 Tagen destillieren Sie hochprozentig ab und erzielen 8 Liter 40%igen Alkohol. Wenn Sie das in Flaschen umfüllen und Aromaessenzen zugeben, haben Sie Ihre Hausbar im nu gefüllt. Whisky, Cognac, Brandy, Rum, Tequilla, Liköre. Was immer Ihr Herz begehrt. Im Schnitt kostet eine 0,75 Liter Flasche dann (ohne Heizkosten / Etikett & Flasche) maximal 5.- Euro. Bitte beachten Sie, das Sie nicht in jedem Land Alkohol selber herstellen dürfen!

Wer wagt gewinnt! Wir wünschen viel Spaß dabei.

Überarbeitetet und aktualisiert am 20. Januar 2020

❀❀❀ From Destillatio with Love ❀❀❀