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Wissenswertes über Kupfer

Warum Kupfer zum destillieren?

Zum Destillieren empfehlen wir Ihnen immer Kupfer zu verwenden. Dafür gibt es gute Gründe, die wir gerne erklären.

  1. Kupfer besitzt die beste Wärmeleitfähigkeit von allen möglichen Materialien. Dadurch wird das Anbrennen der Maische oder Pflanzenmaterialien im Brennkessel beim Destillieren weitgehend verhindert. Die Hitze des Brenners beim Aufheizen verteilt sich über einen größeren Bereich. Sie können durch das Kupfer hindurch die Temperatur im Kessel, in der Kolonne und am Kühlwasser fühlen.

  2. Temperaturbeständigkeit. Sie können die Destillation mit einer kupfernen Destille zusätzlich von außen beeinflussen, indem Sie beispielsweise kaltes Wasser auf den heißen Hut, auf die Rektifizierungslinse oder in die Hydrodichtung geben. Glas, Ton oder Keramik würden sofort zerspringen. 

  3. Kupfer ist Antibakteriell und Antifungal, verhindert also die Entwicklung von Bakterien und Pilzen. Sonst eher anfällige Destillate wie z.B. Hydrolate bekommen eine höhere Haltbarkeit wenn sie in Kupfer destilliert werden. 

  4. Kupfer ist ein weiches Metall und lässt sich ideal bearbeiten. Dadurch ist es z.B. möglich Anlagen in perfekter Blasenform herzustellen was die Temperatur besser im Kessel verteilt und dabei hilft ein Anbrennen zu vermeiden. Kupfer ermöglicht die Konstruktion großer Kolonnen, weiter Kesselöffnungen und diverser Zubehörteile wie Siebe oder Gitter und erlaubt es, je nach Anforderungen optimierte Destillen zu bauen.

  5. Gleichzeitig bietet Kupfer eine ausreichende Festigkeit um auch mehrere hundert Liter Maische fassen zu können. Kupfer bleibt weich und geschmeidig, verzeiht Stöße und verträgt enorme Temperaturunterschiede beim Destillieren. Beschädigungen lassen sich ausdengeln, verlöten oder verschweißen.

  6. Kupfer ist als Metall sehr widerstandsfähig und beständig gegen aggressive Dämpfe und Säuren die bei der Destillation entstehen und relativ pflegeleicht, solange man es direkt nach der Nutzung mit klarem Wasser reinigt und schnell trocknet.

  7. Kupfer reagiert mit Schwefelwasserstoffen und neutralisiert diese schon beim Destillieren. Kupfer funktioniert als Katalysator! Das ist der Grund, warum Alkohol immer in Kupfer destilliert werden sollte. Kupfer entfernt unangenehme schwefelig Nebenaromen aus dem Alkohol. Auch ätherische Öle und Hydrolate profitieren von diesem Effekt.

Kupfer zum Kochen

  1. Wegen der extrem guten Wärmeleitfähigkeit des Kupfers verteilt sich die Temperatur gut und gleichmäßig. Hier gilt das gleiche wie bei den Destillen, denn es wirkt einem Anbrennen entgegen. Beim Kochen mit Kupfer geben Sie die Temperatur des Brenners direkt an die Pfanne oder den Topf weiter und können diese deshalb wesentlich besser steuern. Der Effekt funktioniert aber auch umgedreht, in einem kupfernem Wok oder eine großen dünnen Pfanne ohne Kern kühlen die Ränder durch die Umgebungsluft ebenso schnell auch wieder ab. Ideal für Profiköche, um bereits durchgegartes Bratgut in kühlerer Randbereiche zu verschieben.

  2. Säurehaltige Lebensmittel oder zu stark gesalzenes sollte man nicht in blanken Kupfertöpfen stehen lassen, da sich Kupferacetat (Grünspan) bilden könnte. Grünspan gilt als "mäßig giftig" und ist aufgrund der dunkelgrünen Farbe (spanisches Grün) und der flockigen Konsistenz gut sichtbar und kann schnell wieder herausgeputzt werden. Sollten Sie trotzdem einmal versehentlich Kupferacetat zu sich nehmen, so wird ihr Körper sich schnell wehren. Grünspan schmeckt nicht und der Körper wird es schnell wieder abstoßen. Es kann sich nicht im Körper ansammeln oder irgendwelche Schäden anrichten.

  3. Kupfer lässt sich gut beschichten, was aber nicht immer empfehlenswert ist. Manche Gerichte gelingen in blankem Kupfer deutlich besser. Marmelade, Käse, Süßspeisen, Bier sind die bekanntesten und profitieren direkt von den Materialeigenschaften des Kupfers.

  4. Bei "normalem" Kochgeschirr empfiehlt sich eine Beschichtung mit Zinn oder Keramik. Zinn ist gesundheitlich absolut unbedenklich und wird bei Einnahme einfach wieder ausgeschieden. Eine Verzinnung hält mehrere Jahre lang und es kann jederzeit relativ günstig nachverzinnt werden. Dadurch werden verzinnte Kupfertöpfe und Pfannen zu einer Anschaffung fürs Leben. Bei einer Beschichtung mit Zinn bleibt die hohe Temperaturleitfähigkeit des Kupfers erhalten. Auf dem Markt finden sich etliche andere Beschichtungen, beispielsweise aus Edelstahl welche aber dann den Hauptvorteil des Kupfers wegnehmen. Ebenso macht es wenig Sinn bei einer Kupferpfanne, diese mit einem Kern aus einem anderen Material zu versehen.   

Typische Gerichte die in Kupfer zubereitet werden:

Feuerzangenbowle, Fondue, italienische Polenta, der galizische Oktopuseintopf (Pulpo Gallego), die französische Boullabaise, Zabaione, Couscous, Crêpe Suzette, Marmelade, Marzipan, Schokolade, gebrannte Mandeln, griechischer und türkischer Kaffee und dergleichen mehr. Auch Eischnee lässt sich in einer kupfernen Rührschüssel stabiler aufschlagen, Kaffee besser rösten, Zucker besser karamellisieren, Marmelade benötigt keinen Gelierzucker, Käse gerinnt schneller und auch die Kessel der Bierbrauer sind aus Kupfer. Alkohol stabilisiert sein Aroma durch das Kupfer!

Kupferunverträglichkeiten?

  • Kupfer ein Spurenelement und wichtig für den menschlichen Organismus. Kupfer wirkt auf diverse Enzyme und ist zuständig für den Energiehaushalt, Blut, Nerven und Immunsystem. Der Körper kann maximal bis zu 50 Prozent der aufgenommenen Kupfermenge verarbeiten, zumeist deutlich weniger. Bei steigender Menge sinkt die Aufnahme, der größte Teil wird wieder ausgeschieden. Die Empfehlungen für den täglichen Bedarf liegen zwischen 1 und 4 mg.

  • Kupfermangel: Anzeichen für Kupfermangel sind Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und gestörte Pigmentierung (Haut und Haare). Aber auch das zentrale Nervensystem, die Funktionen des Immunsystems und des Wachstums sowie das Skelett können sich verändern. Kupfermangel verringert die Aufnahme an Eisen und stört dadurch die Blutbildung. Es wird vermutet, dass ein Kupfermangel auch zu diversen Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt.

  • Kupferüberschuss: Kupfer ist im Allgemeinen gut verträglich. Die Einnahme von bis zu 5 Milligramm Kupfer täglich gilt als sicher. Bei wesentlich höheren Dosierungen treten möglicherweise Nebenwirkungen auf. Dazu gehören Übelkeit, Schmerzen im Darmbereich, Erbrechen und Diarrhöe, die beim Absetzen wieder verschwinden. Schädliche Wirkungen durch Kupferüberdosierungen sind nur in wenigen beruflich bedingten Ausnahmefällen bekannt.

  • Ebenso wie bei Eisenmangel empfohlen wird möglichst in Gußeisernen Pfannen zu braten, sollte bei Kupfermangel in Kupfertöpfen gekocht werden um die notwendige Kupferversorgung auf möglichst natürliche Weise zu sichern

Edelmetall Kupfer

Traditionell wird Kupfer nicht zu den Edelmetallen gezählt, obwohl es im chemischen Sinne eines ist. Edelmetalle sind Metalle, die in der elektrochemischen Spannungsreihe ein positives Standardpotential gegenüber Wasserstoff besitzen - also auch Kupfer.

Kupfer wird wie Gold, Silber oder Platin an der Börse gehandelt. In den letzten Jahren hat sich der Kupferpreis leider vervierfacht. Im Mai 2005 konnte man eine Tonne reines Kupfer noch für knapp 3000.- Dollar kaufen, ein Jahr später kostet die Tonne bereits 8.000 Dollar. Trotz den Schwankungen an der Börse lag der Kupferpreis während der letzten Jahre nur selten unter 6.000.- Dollar. Wir verwenden ausschließlich hochwertig verarbeitetes Kupfer aus Italien und Deutschland, welches zu starken Blechen gewalzt und aufgerollt zu unseren Schmieden transportiert wird.

Weiterführende Links

www.wdr.de - Kochen in Kupfertöpfen
www.novamex.de - Kupfer: für Energie, Blut, Nerven und Immunsystem
www.novafeel.de - Kupfer in Lebensmitteln
www.nutriinfo.de - Mhyten und Wahrheiten rund um den Kupfertopf
www.kupfer.de - Geschichte des Kupfers
www.wikipedia.de - Allgemeines und Informatives zum Kupfer
www.handelsblatt.de - der gestiegene Kupferpreis
www.finanztreff.de - der aktuelle Kupferpreis

Überarbeitetet und aktualisiert am 20. Januar 2020

❀❀❀ From Destillatio with Love ❀❀❀